Früher für Könige und den Adel, heute für Jedermann. Kakao im Wandel der Zeit.
Die Geschichte des Kakao beginnt weit vor unserer Zeitrechnung und hat erst spät, dafür aber mit beachtlichem Erfolg in Europa seine Anhänger gefunden.
Die Reise beginnt ungefähr 1500 Jahre vor Christi-Geburt auf einem bis dato unentdeckten Kontinent, Mittelamerika. Im äusserst fruchtbaren Tiefland des Golfs von Mexiko. Das Volk der “Olmeken” verstand es als eines der Ersten, die mandel-gurkenförmigen knapp 30 Zentimeter langen und 10 Zentimeter dicken Früchte des Kakaobaumes zu nutzen.
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Unreife Früchte erscheinen grün und ändern ihr Erscheinungsbild ins gelbliche, rötliche, gar rostbraune abhängig von der Art des Baumes. Die Früchte wachsen nicht wie übliche Baumfrüchte an kleinen Ästen im Blätterdach, sondern am Stamm oder besonders starken Ästen und sind somit mit einer Machete leicht zu ernten. Doch die wahre Frucht verbirgt sich im Innern de holzigen-ledrigen Fruchtmantels, nämlich die Kakaobohnen. Die circa 2 Zentimeter langen Bohnen liegen umgeben von einem Fruchtmus gut geschützt im innern verborgen. Ein Kakaobaum trägt pro Jahr ungefähr 20 Früchte, unter besonders günstigen Bedingungen können dies durch aus doppelt so viele sein.

Die “Olmeker” jedoch nutzten den Kakao anfangs nicht auf diese Art und Weise wie es heute bei uns üblich ist. Sie verstanden es aus den Früchten und Bohnen ein alkoholisches Getränk zu brauen das für spirituelle Rituale gereicht wurde. Erst die Kultur der “Maya’s” wusste den Kakao auch anders zu gebrauchen. Sie waren die erste Kultur, die aus der Frucht ein nichtalkoholischen Trinkgenuss fertigen konnten.
Der Geschmack ist jedoch in keinster weise mit dem heutigen vergleichbar, denn da Sie keine Mittel zur Versüßung verwendeten, war der Geschmack eher bitter. Doch wussten Sie über den besonderen Wert der Kakaobohne, was der Grund dafür war, dass Sie lediglich dem Adel und Königen gereicht wurden. Sie wurde Ihnen sogar als Grabbeilage mitgegeben. Die Kakaobohnen wurden letztlich ach als Zahlungsmittel verwendet, was für den Wert der Frucht spricht.
Dem Volk der Maya’s schliesst sich die Blütezeit der “Azteken” die den Genuss und die Verwendung des Kakao’s von den Maya’s weitgehend übernommen hatten. Sie fordern Kakaobohnen gar als Tribut und die mächtigsten Herrscher bunkern Massen des kostbaren Gutes in Ihren Kammern. Sie verarbeiteten die Bohnen bereits zu einem Heissgetränk, dass den alten Schriftzeichen nach als Schokolade bezeichnet wurde, auch wenn Sie den dabei entstehenden Schaum als viel exquisiter empfanden.
Um 1500 nach Christi-Geburt war es ein Spanier der, ohne deren Wert zu kennen, die Frucht nach Europa importierte. Sein Name ist Christoph Columbus.
Da das bittere Getränk nicht den Geschmack der europäischen Südländer traf, bezeichneten viele, undankbarer weise, das Getränk als Schweinefutter. Erst als die Azteken dem Getränk Rohrzucker hinzufügten waren die Spanier davon begeistert. Denn seit dem Import von Rohrzucker auf das europäische Festland, waren alle wie wild nach dem süßen Stoff.
Es dauerte jedoch bis ins 19. Jahrhundert bis die Schokolade ihre Revolution hatte. Bis dato war Sie ausschliesslich in flüssiger Form gereicht worden und nach wie vor ein Luxusartikel. Das änderte sich mit dem Senken oder Wegfallen der Zölle und Steuern. Hinzu kommt, dass der Rübenzucker den teuren importierten Rohrzucker ablöste und neue Maschinen und Entwicklungen zur Verfügung standen um die Schokolade in die Massenproduktion zu führen. Damit war es möglich Essschokolade, Milchschokolade und Kakaopulver her zu stellen. Zum Ende des Jahrhunderts hatte sich das Produkt, Schokolade, nicht nur in seinem Aggregatzustand verändert, sonder auch in Form und Geschmack. Tafelschokoladen, Hohlfiguren, und Praline waren ein Verkaufsschlager geworden.
Zu Beginn des 20 Jahrhunderts schaffte es die Schokolade als Rationspaket in die Rucksäcke der Soldaten was zum Einen einen großen Schub für die Schokoladenindustrie bedeutete, doch mit der Zeit, als die Lieferungen auf Grund von Kriegsgeschehnissen ausblieben, als Pleite darstellte.
Die Schokolade, aus dem Kakao gewonnen ist noch heute ein heiss geliebtes Nahrungsmittel, dass es in den verrücktesten Variationen zu erwerben gibt.
Doch auch hier sollte beim Kauf von Kakao und Schokolade umbedingt darauf geachtet werden, dass es sich um “Fair Trade” Produkte handelt. So wird den Kakaobauern Mittelamerikas ein fairer Handel, sowie sichert es die Produktionskosten der Bauern.